Endlich wieder Kontakt

Nachdem mir letzte Woche ein Zahn gezogen werden musste, bin ich gestern ans Wasser gegangen, um den geplanten Trip endlich nachzuholen. Der erste wirklich schmerzfreie Tag musste einfach genutzt werden. Also hieß es ab in den Angelladen und eine Tageskarte kaufen. Ich musste mich sehr zusammenreißen, aber ich bin ohne neues Tackle aus dem Laden raus gegangen.

Nach gut 25 Minuten Fahrt,waren wir endlich am Spot angekommen. Wir, das waren ich und zwei Arbeitskollegen von mir. Beide keine Angler, aber interessiert. Also hieß es für mich, entspannen mit netten Leuten und vielleicht auch noch was von meinen Erfahrungen teilen.

Den Spot als solches kannte ich nur von Bildern und war positiv überrascht. Ein relativ schmaler Kanal mit einem Schilfgürtel, der sich über die komplette Strecke entlang, auf beiden Uferseiten, zieht. Zwischendurch immer mal wieder kleine Zugänge zum Wasser, wo man genug Platz zum werfen hat. Der Uferbereich war relativ flach und es war auch keine Kante zu spüren. Ich würde eine Tiefe von ca 1,50 Metern schätzen. Also warum sollte es hier nicht funktionieren?

Nachdem ich meinen Begleitern einige Fragen zur Spotwahl erklärte, traf ich auch schon meine Köderwahl. Ich entschied mich für einen 3″ Gummifisch an einem 7g Jig. Da das Wasser recht klar war, fiel meine Entscheidung auf ein natürliches Dekor.

Nach zahlreichen Würfen und einem Spotwechsel, blieb uns nichts anderes übrig, als die wunderschöne Natur zu bewundern.

Dann fing ich an auszuprobieren. Ich warf Skirts, Stickbaits und sogar Topwaterköder. Aber alles brachte mir keinen Kontakt. Dann kam ein älteres Paar vorbei und der Mann sprach mich an. Nachdem wir uns verständigt hatten, dass mein Zielfisch der Barsch ist, sagte er mir, ich müsste nur einen Blinker durchziehen. Dann würde ich auf jeden Fall fangen. Warum nicht einfach mal auf Locals hören? Allerdings habe ich seinen Rat nicht 100%ig befolgt. Da ich in der Vergangenheit kein großes Vertrauen in Blinker sammeln konnte, entschied ich mich für einen Spinner. Einen weißen Spinner der Größe 2.

Spinner – da hätte ich auch von alleine drauf kommen können. Der Köder der in der Mosel eigentlich schon fast Fisch garantiert, kann doch auch hier funktionieren. Ich glaube es war dann der 8te Wurf. Ich warf aus, ließ den Spinner 3 Sekunden lang absinken und leierte ihn langsam ein. Der Druck des Spinners war gut in der Rute zu spüren. Doch auf einmal wurde der Widerstand größer.

Mist – schon wieder Kraut!

Doch plötzlich kam eine längliche helle Flanke an die Wasseroberfläche. Es war kein Kraut! Es war ein kleiner 40er Esox, der sich in den Köder hängte und sich nur durch mehr Gewicht bemerkbar machte. Als der Fisch an die Oberfläche kam, begann er sich zu wehren. Durch zwei Schläge mit dem Kopf, konnte er den Haken losschütteln. Dadurch, dass ich den Biss nicht als Biss wahrgenommen habe, habe ich auch kein Anschlag gesetzt. Aber hey, endlich wieder Fischkontakt. Meine Motivation schoss gen Himmel und meine Begleiter waren auch angefixt.

Nach ein paar weiteren Würfen an diesem Spot, gingen wir ein Stück den flussabwärts. Dort waren einige Stellen, die aber relativ schwer zu erreichen waren und da ich nicht alleine war, entschieden wir uns für einen einfacheren Spot. Ich hatte bezüglich der Erfolgschancen Bedenken, denn der Spot schien sehr viel beangelt. Aber nun gut, wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Nachdem auf dem weißen Spinner nichts mehr ging, entschied ich mich zu einem Köderwechsel. Ein orangefarbener Spinner, mit 4g, sollte es richten. Nach dem zweiten Wurf sah ich es an der Oberfläche rauben. Also, Stelle überwerfen und dann Räuber fangen. So war der Plan. Gesagt getan!

Der Spinner tauchte ins Wasser ein. Ich ließ ihn nur kurz absinken und holte ihn langsam ein. Die Vibration war im Blank gut zu merken. Dann war sie wieder weg und es wurde einfach nur schwerer. Aber nur kurz!

Dann machte sich der Fisch bemerkbar. An meiner neuen Barschrute einfach nur geil! Aber auch hier hat der Anschlag nicht richtig gesessen, da ich auch diesen Biss nicht als Biss wahrgenommen habe. Genau das sollte sich rächen. Denn auch der Barsch, der ca 30cm hatte, ließ sich nicht zu einem Foto überreden. Schade!

Aber auch so Tage gehören mal dazu. Nach ein paar weiteren Würfen haben wir noch den Sonnenuntergang genossen und sind dann Richtung Auto gelaufen.

Endlich wieder Kontakt! Es ist einfach immer wieder schön, wenn die Bisse einem die Bestätigung geben. Diese Momente machen die schlechten Phasen einer Saison schnell wieder vergessen.

Ich wünsche euch eine schöne Rest-Woche und genießt das Wetter am Wasser!

Petri Heil!

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